SDR = Software Defined Radio = Durch Software festgelegtes Radio

Grundsätzlich wird bei SDR die Modulation bzw. Demodulation per Software über die Soundkarte
erzeugt.  Im einfachsten Fall besteht die Hardware
aus einem IQ-Mischer. Das sind zwei identische
Mischstufen, die mit einem um 90 Grad phasenverschobenen Signal angesteuert werden. Diese
bestehen meist aus Analogschalter ( z.B. 4066 oder 4544 ). Der Quarzoszillator muss auf der 4 fachen
Frequenz der Empfangsfrequenzen arbeiten. Also z.B. bei einer Empfangsfrequenz von 3686 kHz auf
14744 kHz.  Die darstellbare Empfangsbandbreite hängt von der Abtastrate der Soundkarte ab.
Dabei ergeben sich z.B bei einer 48 kHz Soundkarte eine Bandbreite von +- 24 kHz.

Nachfolgend möchte ich den Aufbau des 40M SDR-Transceiver GENESIS 40 oder QRP beschreiben.

Heute ( 10. Juli 2009 ) ist der Bausatz  von  QRPproject  eingetroffen. Sehr ausführlich ist die deutsche
Baumappe, in der jede Bestückung zum abhaken dokumentiert ist. Wie in alten HEATHKIT-Zeiten !
Es gibt insgesamt 8 Aufbauphasen, die nacheinander bestückt und in Betrieb genommen werden.
Man sollte unbedingt die Bauteile an Hand der Stückliste in 8 Tüten sortieren, um die Bauteile für die
8 Aufbauphasen zu kontrollieren. Bei meinem Bausatz waren alle Bauteile einwandfrei zu identifizieren
und es fehlte nichts !

Phase 1: Bestückung der Stromversorgung
Hier wird die 5 Volt Spannungsversorgung bestückt und getestet.
 
         

Phase 2: Bestückung Oszillator
Hier wird der Lokaloszillator bestückt und getestet. Er schwingt auf  28.188 MHz, also
auf der 4fachen Empfang-Mittenfrequenz von 7.047 MHz. Um den Oszillator zu überprüfen,
legt man eine kleine Koppelschleife um den Quarz und stimmt den Empfänger auf 28.188 MHz ab
 
        

 Phase 3: Bestückung Empfängerteil
In dieser Bestückungsphase wird das Empfangsteil aufgebaut. Bei der Lokalisierung der Baugteile,
ist die Aufbaudokumentation auf der Internetseite von GENISES 40 sehr hilfreich, da dort farbige
Bilder abgelegt sind. Auch währe es hilfreich, wenn man vor der Bestück der Platine eine Kopie des
Bestückungsdrucks macht, da die Bauteilwerte durch die Bauteile verdeckt werden.
 

 
Für die Inbetriebnahme müssen temporär noch ein Schalter und eine Drahtbrücke
von der BNC-Buchse zum RX angelötet werden. Die Inbetriebnahme beschränkt sich
auf Widerstand- und Spannungsmessung. Danach kann man die Stromversorgung,
Antenne und die Soundkarte anschließen und den Empfänger prüfen.
 

 
 
Als Soundkarte benutze ich die 0202 / USB und als Software sollte man Power SDR 40
installieren. Nach dem Konfigurieren der Software nach der Baumappe Seite 23
konnte ich die ersten Signale auf 40m hören. Das erste Erfolgserlebnis !!
 

 
Phase 4 Restbestückung Empfängerteil
Hier wird der Tiefpass, Empfangsvorverstärker und die Umschaltrelais bestückt und getestet.
Leider gab es bei der Bestückung der Kondensatoren Fehler im Handbuch bzw. keine ausreichende
Dokumentation über die Werte der Kondensatoren. Eine e-mail an Peter, DL2FI hat das Problem
schnell gelöst. Hier die vollständige Dokumentation über die Kondensatorwerte:
 

 
Jetzt passt alles ......
 leider nicht. Nach dem Bestücken von Phase 4 ging der Empfänger nicht mehr.
Bin auf der Fehlersuche .......
 
Wird fortgesetzt ..............